Dungeons and Dragons#
D&D ist ein kooperatives Erzählspiel. Es gibt keine Gewinner oder Verlierer. Das Ziel ist nicht, die anderen Spieler zu schlagen, oder gar den Dungeon Master. Das Ziel ist, gemeinsam eine Geschichte zu erschaffen — eine, die keiner von euch allein hätte erzählen können.
Im Grunde ist Dungeons & Dragons einfach ein Gespräch, indem wir so tun als ob. Halt einfach mit Magie und Drachen.
Gute Videos: Englisch, Deutsch
Drei Säulen des Spiels#
- Erkundung — Die Welt durchstreifen, Geheimnisse lüften, Orte und Menschen entdecken. Dein Charakter sieht, hört und interagiert mit allem um sich herum.
- Soziale Interaktion — Sich an einer Wache vorbeiquatschen, das Vertrauen eines misstrauischen Händlers gewinnen, einen alten Feind konfrontieren. Worte und Persönlichkeit sind genauso wichtig wie Schwerter.
- Kampf — Wenn Diplomatie scheitert (oder man keine Lust darauf hat), ist der Kampf schnell, taktisch und gefährlich. Jede Entscheidung im Kampf zählt.
Die meisten Sessions verweben alle drei miteinander. Du verbringst vielleicht eine Stunde damit, einen Tatort zu untersuchen, zehn Minuten einen Adligen zu bequatschen, und beendest den Abend in einem verzweifelten Schwertkampf in einer brennenden Taverne. Keine zwei Sessions fühlen sich gleich an.
Würfeln#
In D&D wird gewürfelt, wenn der Ausgang einer Handlung unsicher ist. Du sagst dem DM, was dein Charakter tun will — und wenn es nicht trivial ist, würfelst du einen d20 (einen 20-seitigen Würfel) und addierst einen Bonus, der davon abhängt, wie gut dein Charakter darin ist.
Zum Beispiel:
- Du willst über eine Mauer klettern? Stärke-Wurf. Dein Barbar mit dicken Armen hat’s leicht, der schmächtige Magier weniger.
- Du willst einer Wache ins Gesicht lügen? Charisma-Wurf. Wie überzeugend bist du?
- Du schiesst mit dem Bogen auf einen Ork? Angriffswurf gegen seine Rüstungsklasse — triffst du, würfelst du Schaden.
Das Ergebnis bestimmt der DM: Gelingt es, scheitert es, oder passiert etwas Unerwartetes? Der Würfel bringt das Element der Überraschung — manchmal gelingt das Unmögliche, manchmal scheitert man spektakulär. Beides macht Spass.
Und was mache ich ausser würfeln?#
Deinen Charakter spielen. Das ist der Kern von D&D. Du entscheidest, wie deine Figur auf Situationen reagiert, was sie sagt und was sie tut. Du musst kein Schauspieler sein — manche Spieler reden in der dritten Person (“Nigök flucht und tritt gegen die Tür”), andere spielen voll in Character. Beides ist gut, alles dazwischen auch.
Ein Charakter mit Persönlichkeit und Macken macht das Spiel für alle am Tisch besser — und meistens auch lustiger.
Bereit loszulegen? Hier geht’s weiter:
- Charakterkonzept — Wer ist dein Charakter?
- Charaktererstellung — Schritt-für-Schritt-Anleitung für die 5. Edition