8. März 2026 - Der verschwundene Informant#
DM: Jan
Schauplätze: Trollschädel-Gasse, Hafenbezirk — Schlossknackallee 7, Die Versoffene Sirene, Der Alte Fischmarkt
Renzo Kaltblick, ein Informant der Bande im Hafenviertel, ist seit drei Tagen verschwunden. Er hatte Informationen über das Zhentarim-Portalnetzwerk. Odiosis schickt vier Neulinge los, ihn zu finden — bevor es die Zhentarim tun.
Die Gruppe#
- Dunningk (Nati) — Ork Magier
- Grunar (Tim) — Zwergenmönch
- Luna (Äli) — Waldelfen-Druidin
- Ichor (Hanna) — Zwergen-Rangerin
Morgentraining in der Trollschädel-Gasse#
Der Tag beginnt mit Sparring im Hinterhof des Trollschädel-Herrenhauses. Odiosis, Roshdi und die Neulinge Althena und Nigök sind da.
Ichor geht sofort nach draussen, wird dort von Nigök angepöbelt — und verpasst ihm eine. Dunningk fordert Roshdi heraus und wird in einem einzigen, blitzschnellen Zug zerlegt. Der Veteran lässt ihn dann gnädig gewinnen. Luna und Grunar liefern sich ein enges Duell. Luna hat die Oberhand, gönnt sich mitten im Kampf einen Schluck Sirup — und wird von Grunar hinterhältig in den Rücken getreten.
Aus dem Herrenhaus dringt lautes Schnarchen, obwohl niemand drin ist.
Dann kommt der Bote: Renzo ist verschwunden. Odiosis gibt den Auftrag und verteilt Ausrüstung. Grunar überlässt seine Wahl Dunningk, der sich zwei Rauchbomben schnappt. Ichor nimmt die Lauschmuscheln, Luna die Kletterhandschuhe.
Durch die Strassen des Hafenviertels#
Auf dem Weg zu Renzos Wohnung versucht ein fliegender Händler, Dunningk eine Schatzkarte anzudrehen. Als er zu aufdringlich wird, kassiert er eine Faust. Ein Taschendieb hat es auf Grunar abgesehen — und wird von Dunningk gebonkt, bevor er zuschlagen kann.
Renzos Wohnung#
Ein schäbiges Miethaus im Hafenviertel. Vier Stockwerke, enge Treppen, der Geruch von Fisch und nassem Holz. Die Gruppe teilt sich auf.
Luna zieht die Kletterhandschuhe an und geht die Fassade hoch — leise, geschickt, bis eine Gruppe spielender Kinder sie von unten entdeckt und begeistert anfängt zu rufen. So viel zur Tarnung.
Dunningk und Grunar nehmen den Haupteingang. Im Treppenhaus klopfen sie bei der Nachbarin Frau Hesselbach. Die alte Frau öffnet nur einen Spalt, doch die beiden jagen ihr genug Angst ein, dass sie alles auspackt: Vor drei Nächten kam ein grosser Kerl mit einer Kapuze. Er hat etwas Schweres die Treppe runtergeschleift. Der Kerl roch nach Tier und hatte ein seltsames Zeichen auf dem Ärmel — einen Kreis mit Zähnen.
In Renzos Wohnung sieht es aus, als hätte sich jemand gewehrt: umgestürzter Stuhl, zerbrochene Teetasse, Kratzspuren am Türrahmen. Dunningk durchwühlt die Sachen und findet unter der Matratze einen Zettel in hastiger Handschrift — “Versoffene Sirene, Keller. Er nennt sich Vaskur.” Der entscheidende Hinweis.
Draussen vor dem Haus hat Ichor derweil den Beobachter bemerkt — ein unauffälliger Typ, der vorgibt, ein Fischernetz zu flicken. Als der Spitzel merkt, dass jemand in Renzos Wohnung ist, schickt er einen Strassenjungen los. Ichor nimmt die Verfolgung auf und sieht, wie der Spitzel Vaskurs Schläger alarmiert. Drei breite Kerle machen sich auf den Weg zum Miethaus. Ichor warnt die Gruppe gerade noch rechtzeitig. Luna wirkt einen Zauber — und als die Schläger die Wohnung stürmen, finden sie nichts als Staub und eine zerbrochene Teetasse.
Die Versoffene Sirene#
Eine heruntergekommene Hafentaverne. Niedrige Decke, ölige Laternen, der Boden klebt. Genau im richtigen Moment — als die Gruppe eintrifft, wird gerade ein Betrunkener durch die Tür geworfen und landet im Dreck vor ihren Füssen.
Drinnen verteilen sie sich. Dunningk steuert auf die Halbork-Hafenarbeiter zu, die über einem Würfelspiel brüten. Er versucht ein Gespräch, doch die Orks winken ab — zu intellektuell, der Kerl. Passt nicht rein. Am Nebentisch hat Grunar mehr Glück, wenn man es so nennen will: Sepp Einauge klammert sich an ihn fest und erzählt mit wilden Gesten von dem Riesenkalamari, der ihn seit seiner Jugend durch jeden Hafen der Schwertküste verfolgt. Grunar nickt höflich und trinkt.
Ichor setzt sich zu Piet dem Rattenfänger in die dunkelste Ecke der Taverne. Der dürre Mann mit der zahmen Ratte auf der Schulter flüstert, schaut sich um, flüstert wieder — aber rückt nichts Brauchbares raus. Am Tresen bestellt Luna ein Bier. Die Wirtin Dagna Schwarzkrug — eine breitschultrige Zwergin mit fehlendem Ohr — mustert sie lange, macht eine Pause, und verlangt dann einen Preis, der selbst im Seebezirk unverschämt wäre. Luna zahlt.
Den Durchbruch schafft Dunningk auf Umwegen. Er kommt mit dem Gnom in der Ecke ins Gespräch — einem Autor, der hektisch in ein Buch schreibt und eigentlich seine Ruhe will. Doch im Gespräch fällt Dunningk etwas auf: Der unauffällige Typ am Tresen, der seit einer Stunde am selben Bier nippt und regelmässig zur Tür schielt. Ein Zhentarim-Spitzel.
Die Gruppe schmiedet einen Plan. Luna geht nach draussen und stachelt den zuvor rausgeworfenen Betrunkenen an — der braucht nicht viel Überzeugung. Er stürmt zurück in die Taverne und fängt eine Schlägerei an. Stühle fliegen, Dagna brüllt, die Halborks mischen mit. Im Chaos packt sich die Gruppe den Spitzel am Tresen und zerrt ihn nach draussen.
Sie hören ihn aus — er gibt den Fischmarkt als Versteck preis, lügt aber über die Zeit. Dann schleppen sie ihn zurück zu Frau Hesselbachs Wohnung und deponieren ihn dort. Die alte Frau traut sich nicht zu widersprechen.
Die Gruppe macht sich auf zum alten Fischmarkt.
Unter dem Fischmarkt#
Die Gruppe stürmt den Haupteingang zum Schmugglerlager unter dem Fischmarkt. Vaskur der Beastwrangler wartet mit seinen Wachen und seinen Bestien.
Luna verwandelt sich in einen Bären und teilt verheerend aus. Grunar wirbelt zwischen den Gegnern hindurch — Fäuste und Füsse schneller als die Wachen reagieren können. Die Wölfe fallen.
In den Käfigen finden sie eine Riesenschlange — ruhig, nicht aggressiv — und nehmen die Boa mit. Daneben entdecken sie einen Tiefen-Makak, einen weissfelligen Underdark-Affen, zusammengekauert in einem viel zu kleinen Käfig. Sie befreien ihn.
Vaskur wird besiegt und gefangen genommen. Renzo Kaltblick, geschwächt aber am Leben, wird aus seinem Eisenkäfig befreit.
Renzos Bericht#
Zurück in der Trollschädel-Gasse. Renzo erzählt, was er herausgefunden hat:
“Das dritte Portal ist unter der Gefängnis im Nordviertel. Hinter einem Wappen im Waffenlager.”
Odiosis schweigt lange.
“Unter der Gefängnis. Das bedeutet… die Zhentarim haben jemanden in der Wache. Jemand ganz oben.”
- 3. Portal: Unter der Gefängnis im Nordviertel, hinter dem Wappen im Waffenlager
- Vaskur der Beastwrangler: Kreaturen-Schmuggler, gefangen genommen. Hat Schulden bei den Zhentarim. Kennt möglicherweise einen weiteren Portal-Standort.
- Zhentarim-Spitzel: Überwachte Vaskur für die Zhentarim. Entwischt.
- Beute: Vaskurs Notizbuch (Kundenliste, Schmuggelrouten), Bestien-Pfeife, Boa constrictor, Tiefen-Makak (weissfeliger Underdark-Affe)
- Neue Erkenntnis: Die Zhentarim haben die Stadtwache unterwandert