Grunar#
“Man findet Ehre nur im Kampf — wer nicht kämpft, der hat keine Ehre.”
Kreiert von Tim
Ein gedrungener Zwerg mit dunklem, zurückgebundenem Haar und einem geflochtenen Bart. Er trägt eine abgewetzte, in die Hose gegürtelte Mönchskutte über Lederwams und stützt sich auf einen Stab, der älter wirkt als er selbst. Seine Haltung ist die eines Soldaten — nüchtern, aufrecht, immer leicht angespannt, als rechne er mit Befehlen, die nie kommen.
Er hat wenig übrig für Tiefwasser. Zu laut, zu bunt, zu viele Tunichtgute. Dass er trotzdem geblieben ist, hat mit einer verlorenen Tavernenwette und einem Schwur zu tun, den er nicht zu brechen gedenkt — auch wenn ihn das ausgerechnet zum Stapel führt.
Erste Mission#
In Who let the Dogs Out gehörte Grunar zu der Rettungspartie, die Albin aus dem Zwingerlager unter Alfs Turm holte — und nebenbei einen verwirrten Bauern namens Freddie aus einem Bernhardiner zurückbrachte. Freddie ist seither sein Begleiter. Auf dem Weg dorthin liessen sich an Grunars Ehrenkodex erste Risse beobachten — etwa bei der Behandlung der Leichen zweier Lightning-Chihuahuas.
DM Notiz: Charakterbogen und Statsheet sind noch ausstehend (/dnd statsheet grunar). Tim liefert die Werte nach.
Aktiver Plot-Hook (Freddie): Freddie ist eigentlich ein verwandelter Bauer mit Familie. 8h-Timer für Rückverwandlung läuft. Konsequenzen freigegeben (Nathanael).
Backstory: Grunar war Soldat, und der ehrenhafte Kampf war für ihn alles. Als ein feiger Offizier ihm einmal zu oft im Weg stand, machte dieser Bekanntschaft mit Grunars Faust — was Grunar eine unehrenhafte Entlassung einbrachte. Plötzlich stand er am Abgrund: ohne Armee, ohne Sold, ohne den einzigen Rahmen, in dem sein Verständnis von Ehre überhaupt funktionierte.
Auf der Suche nach Arbeit verschlug es ihn nach Tiefwasser. Die Stadt enttäuschte ihn zutiefst — Tagelöhner, Tunichtgute, Verbrecher, soweit das Auge reichte. Eines Abends, frustriert und betrunken, geriet er in einer Taverne mit einem prahlerischen Fremden aneinander. Den Anlass weiss er heute nicht mehr; vermutlich war es ohnehin nur eine Frage der Zeit.
Vor versammelter Tavernengesellschaft schwor Grunar lautstark auf seine Ehre, der Fremde könne ihn niemals in einem ehrlichen Kampf besiegen. Später wachte er mit dem Gesicht im Dreck des Hinterhofs auf. Vom Kampf selbst blieben nur Fetzen — und die Erkenntnis, dass sein Gegner verdammt schnell gewesen war. Als er sich zurück in den Schankraum schleppte, war der Fremde verschwunden. Die Wirtin sagte ihm bloss, er solle seine Ehrenschuld beim Stapel abarbeiten.
Arbeiten für irgendeine Bande, grossartig. Aber Grunar gedenkt seinen Schwur nicht zu brechen, auch wenn er wieder ganz unten anfängt.
Motivationen: Ehre über alles — speziell die soldatische Form davon. Er sucht den ehrenhaften Kampf, weil er sonst nichts hat, woran er sich festhalten kann. Insgeheim hofft er, beim Stapel doch noch Männer und Frauen zu finden, die sein Verständnis von Anstand teilen — auch wenn er es nicht zugeben würde.
Spannungspunkte:
- Der Stapel arbeitet regelmässig im Graubereich (Einbruch, Erpressung, Zhent-Kram). Wie passt Grunars Ehrenkodex dazu? Was bricht zuerst — der Kodex oder seine Loyalität?
- Er ist Mönch geworden, nachdem die Armee ihn verstossen hat — wo? Welcher Orden? Welche Lehrmeister?
- Sein “ehrenhafter” Kampf gegen den feigen Offizier: war der Offizier wirklich feige, oder erzählt Grunar sich selbst eine bequeme Geschichte?
Plot-Hooks:
- Der schnelle Fremde: offen gelassen. Wer hat Grunar in die Trollschädel-Gasse geschickt? Möglich: ein Stapel-Mitglied (Bram, Nigök), ein Zhent-Spitzel, der den Stapel als Ablenkung benutzt, oder jemand ganz anderes. Hook für DM-Eingriff oder Spielerinitiative beim Tisch.
- Alter Offizier: Der Mann, den Grunar geschlagen hat, lebt noch — und hat möglicherweise Karriere gemacht. Eine zufällige Begegnung in der Burg- oder Seebezirk-Wache wäre ein Pulverfass.
- Ex-Kameraden: Andere Soldaten, die Grunar gekannt haben. Manche sehen in ihm einen Verräter, andere einen Märtyrer. Beides liefert Hooks.
- Mönchsorden: Der Orden, der Grunar nach der Entlassung aufgenommen hat, existiert irgendwo. Wenn er kontaktiert oder gebraucht wird, kommt automatisch Vergangenheit ans Licht.
- Ehrenschuld als Hebel: Solange die Schuld unbeglichen ist, ist Grunar mechanisch und moralisch an den Stapel gebunden. Wenn jemand definiert, wann sie als beglichen gilt, hat diese Person Macht über ihn.