Lazlo#
“Das Leben ist ein Lied. Ich habe nur vergessen, wie der Refrain geht.”
Kreiert von Jan
Man hört ihn meist, bevor man ihn sieht — ein Lautenlauf, ein Lachen, das Klirren eines Degens, der ein bisschen zu beiläufig gezogen wird. Lazlo bewegt sich durch Tiefwasser wie über eine Bühne: aufrechter Gang, Federhut, ein blau-goldenes Wams, das schon bessere Abende gesehen hat, und auf der Schulter ein Frettchen, das alles besitzt, was er fallen lässt. An der einen Hand ein Degen, an der anderen ein Handschuh, in dem es manchmal blau flimmert.
Er ist ein Mensch, ein Barde, und vor allem ein Mann auf der Suche nach dem nächsten Kick. Das pinke Bier in der Schenke, die feinen Dinge, der Rausch, der Nervenkitzel einer schlechten Idee — Lazlo nimmt mit, was ihn etwas fühlen lässt. Wo andere zögern, springt er; nicht aus Mut, sondern weil Stillstand ihm unerträglich ist. Dem Stapel schloss er sich an, weil dessen Geschäfte selten langweilig sind — und weil ein Abenteuer immerhin näher an Erfüllung herankommt als das nächste Glas.
Einst war er als Sänger und Dichter berühmt, seine Texte gingen von Mund zu Mund. Heute spielt er noch immer brillant — Zauber, Klinge, Stimme, Tanz —, nur seine neuen Lieder klingen seltsam hohl. Warum, das erzählt er nicht. Lazlo erzählt überhaupt vieles nicht. Er lächelt, hebt das Glas und wechselt das Thema.
DM Notiz: Charakterbogen folgt, sobald Stats vorliegen (/dnd statsheet Lazlo).
Herkunft: Aufgewachsen in Morène, als Kind zweier Künstler. Ging an die Universität, eigentlich um Magie zu lernen — fand aber wenig Gefallen am Akademischen. Bei seinem Tanz- und Fechtlehrer lernte er den Klingentanz; bei den angehenden Barden der Uni die Kunst des Zaubergesangs. Statt zu studieren schrieb er Gedichte und Balladen.
Elyas: An der Uni traf er den Adligen Elyas — die beiden verliebten sich. Nach dem Abschluss wurde Lazlo als Sänger und Poet berühmt und verdiente sein Geld mit Abendunterhaltung.
Der Fluch: Elyas’ Vater brauchte einen Erben und wollte Lazlo loswerden. Er beauftragte eine Hexe, sie vergiftete Lazlos Liebe (bzw. ihn selbst). In höchster Not bannte ein Zauber — um Lazlo vor dem Gift zu retten — all seine Liebesgefühle in einen Talisman. Seither kann Lazlo keine romantische Liebe mehr empfinden. Die Nebenwirkung: Seine Kunst hat ihre Seele verloren — alles, was er heute schreibt, ist stumpf und kraftlos. Geblieben sind ihm nur Handwerk und Technik: Zauber, Fechten, Gesang, Tanz.
Motivation: Seit dem Verlust ist er auf der Suche nach irgendetwas, das ihn so erfüllt, wie es die Liebe tat. Er versucht das Loch mit hedonistischen Freuden zu stopfen — Drogen, Sex, Essen, der Nervenkitzel des Abenteuers —, bisher ohne Erfolg. Insgeheim hat er die Suche fast aufgegeben. Aber wer weiss.
Plot-Hooks:
- Der Talisman mit Lazlos gebannten Gefühlen — existiert noch irgendwo. Wer hat ihn? Liesse sich der Bann lösen? Was passiert mit Lazlo (und seiner Kunst), wenn ja?
- Elyas — lebt er noch? Weiss er, was geschah? Wurde er inzwischen verheiratet / hat einen Erben gezeugt?
- Elyas’ Vater (Adelshaus aus/um Morène) und die Hexe als offene Rechnungen — beide potenzielle Antagonisten oder Questgeber.
- Lazlos Jagd nach dem „Kick" macht ihn manipulierbar und risikofreudig — ein Hebel für Auftraggeber wie für Gegner.
Tischverhalten: Action-Baby, Adrenalin-Junkie, Genussmensch. Spielt gern auf der Laute. Wirkt charmant und sorglos — die Leere darunter zeigt er nur ungern.